Preisträger Dr. Max Rauner mit dem Aufsichtsratschef der Hansgrohe AG, Klaus Grohe und Schirmherr Prof. Dr. Klaus Töpfer

V.l.n.r.: Klaus Grohe, Aufsichtsratschef der Hansgrohe AG, Preisträger Dr. Max Rauner und Prof. Dr. Klaus Töpfer, Schirmherr des Hansgrohe-Preises 2010 (©Foto: Braxart).

Hansgrohe Preis für Journalistinnen und Journalisten 2010

 „Wir wollen die Öffentlichkeit für einen nachhaltigen Umgang mit Wasser sensibilisieren“ (Klaus Grohe)

Die Journalisten Dr. Max Rauner und Dr. Dirk Asendorpf bekamen den ersten Hansgrohe Preis für Journalisten 2010. Verliehen wurde er ihnen für ihr Dossier „Im Fokus: Wasserarmut“, das 2009 in ZEIT WISSEN, dem Wissenschaftsmagazin der Wochenzeitung DIE ZEIT, erschienen war. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Überreicht wurde die Auszeichnung am 8. Oktober 2010 – zum Abschluss des dritten Hansgrohe Wassersymposiums in Schiltach. Max Rauner nahm den Preis von Klaus Grohe, dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Hansgrohe AG, und Professor Dr. Klaus Töpfer, dem ehemaligen Bundesumweltminister, entgegen.

Die Jury

Unter der Schirmherrschaft von Klaus Töpfer entschied eine fünfköpfige Jury aus Wasserexperten und Journalisten über die Preisvergabe:

  • Christoph Kucklick, stellvertretender Chefredakteur von GEO und Chefredakteur von geo.de,
  • Dr. Klaus Lanz, Chemiker und Umweltwissenschaftler,
  • Peter Wien, ehemaliger Funkhausdirektor vom NDR und ehemaliger Chefredakteur des Fernsehprogramms Arte,
  • Dr. Iris Zink, Wissenschaftsjournalistin und
  • Philippe Grohe, Leiter der Designermarke Axor der Hansgrohe AG.

Aus der Begründung der Jury

Der Beitrag stelle nicht nur die unterschiedlichen Probleme nicht ausreichender Wasserversorgung in verschiedenen Teilen der Welt dar, sondern auch die umgesetzten Lösungswege. Und das in herausragender Weise. Das Dossier trage auf vorbildliche Art dazu bei, Leser zum Nachdenken über den alltäglichen Umgang mit Wasser anzuregen. Die hohe Recherchequalität und die informativen Grafiken von Ela Strickert hätten die Jury zusätzlich überzeugt.

Klaus Töpfer über die Gewinner

„Max Rauner und Dirk Asendorpf ist es mit ihrem Dossier gelungen, zum einen unterschiedliche Aspekte der weltweiten Wasserarmut anschaulich zur Sprache zu bringen. Zum anderen ist besonders wohltuend, dass beide Autoren nicht bei der Problembeschreibung verharrten, sondern den Fokus auf die gefundenen Lösungen richteten. Zudem bieten die Preisträger durch klare Formulierungen und einen stringenten Aufbau sowohl Laien als auch Wasserexperten einen hervorragenden Einblick in die Thematik.“

Klaus Grohe über den Hansgrohe-Preis

„Als einer der Branchenpioniere für wasser- und energiesparende Produkte hat Hansgrohe es sich zur Aufgabe gemacht, die Öffentlichkeit für einen bewussten, nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser zu sensibilisieren. Mit dem Hansgrohe-Preis für Journalisten betonen wir die zentrale Bedeutung einer engagierten, aufmerksamen und verantwortungsvollen Medienberichterstattung zu diesem Thema. Es freut uns sehr, dass zahlreiche, hervorragende Beiträge eingereicht wurden. Beiträge, die in den führenden Medien des Landes ein Millionenpublikum erreicht haben.“ 

Zwei Anerkennungen und ein Sonderpreis

 Zwei weitere Einreichungen bewertete die Jury als besonders erwähnenswert und sprach ihnen eine außerordentliche Anerkennung aus:

  • Dr. Sebastian Engelbrecht wurde für sein Radiofeature „Das Land, in dem die Brunnen sprudeln“ geehrt. Der 29-minütige Beitrag, der 2009 in mehreren öffentlich-rechtlichen Hörfunkanstalten gesendet worden war, überzeugte die Jury durch eine ausführliche Darstellung des Wassernotstands in Israel und Palästina.
  • Die freie Journalistin Gesa Gottschalk erhielt für ihren 2010 im Magazin GEO erschienenen Artikel „Die grünen Inseln der Sahara“ eine Auszeichnung. Die Jury lobte vor allem die poetische Sprache der Autorin, in der sie schildert, was es bedeutet, die Oasen-Wirtschaft in der algerischen Wüste am Leben zu erhalten.
  • Einen Sonderpreis vergab die Hansgrohe AG an das Redaktionsteam des Südwestrundfunks, das die Programmwoche „SWR-Wasserwelten“ verantwortet hatte. In zahlreichen Hörfunk-, TV- und Online-Beiträgen des Senders war die Ressource Wasser im Mai 2010 sieben Tage lang aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet worden. Der Sonderpreis wurde von Inge Landwehr entgegengenommen.