Eine patente Familie – Hansgrohe Firmengeschichte

Die Unternehmensgeschichte der Hansgrohe Gruppe

Pionierarbeit im Schwarzwald

Der Tuchmachermeister Hans Grohe (1871-1955) war ein Tüftler. 1899 zog er aus Luckenwalde bei Berlin ins Schwarzwaldstädtchen Schiltach. Zwei Jahre später kehrte er der Weberei den Rücken und gründete einen Handwerksbetrieb für Metalldrückwaren. Sein Element war das Wasser, und so setzte Hans Grohe ab 1901 beherzt auf den noch jungen Sanitärbereich. Das private Hausbad kam seinerzeit nämlich gerade erst in Mode. Er spezialisierte sich auf Blechbrausen und legte damit den Grundstein für einen ungeahnten Siegeszug. Aus Hans Grohes kleinem Drei-Mann-Betrieb im Kinzigtal wurde im Laufe des 20. Jahrhunderts ein weltumspannendes Unternehmen. Es zählt heute zu den internationalen Innovations- und Marktführern bei Armaturen und Brausen.

Als das Duschen populär wurde oder: Eine deutsche Erfolgsgeschichte

Ein eigenes Badezimmer blieb für breite Bevölkerungsschichten bis Mitte des 20. Jahrhunderts in Deutschland purer Luxus. Die Brause galt Hans Grohe gegenüber dem Wannenbad als erschwingliche Alternative. Sie gehörte von Anfang an zum Produktsortiment seiner Metalldrückerei. Er widmete sich in den kommenden Jahrzehnten mit Leidenschaft und Sorgfalt der Weiterentwicklung seiner Brausen. Damit bewies er den richtigen Riecher – und prägte die Duschkultur weit über die Grenzen des Schwarzwalds hinaus.

Ab 1928 wurde Hans Grohes Handbrause die komfortable Alternative zur damals üblichen Kopfbrause. Hans Grohe avancierte zum Brausenspezialist und Pionier der deutschen Sanitärindustrie. Seine Handwerkskunst und Formgebung waren für viele Jahrzehnte stilbildend. Noch als 82-Jähriger erfand der Visionär etwas Zukunftsweisendes: die Brausenstange, an der sich die Handbrause in beliebiger Höhe fixieren lässt. Heute ist sie rund um den Globus ein gewohnter Standard im Bad – 1953 war sie ein sanitärer Geniestreich.

Sie möchten mehr über die Erfindungen der Schiltacher Ideenfabrik wissen? Hier finden Sie Hansgrohes Innovationshistorie – Meilensteine der Duschhandwerkskunst.

Bilder

Ein innovatives Haus mit langer Familientradition

Über drei Generationen hinweg wurde das Unternehmen Hansgrohe als Familienbetrieb geführt. Ab 1968 war des Gründers jüngster Sohn, Klaus Grohe (*1937), in der väterlichen Firma aktiv. Als „Green Mind“ (Financial Times Deutschland) wurde Klaus Grohe zum Vordenker der Sanitärindustrie in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Er trieb Wasser und Energie sparende Produkte ebenso vehement voran wie Umwelt- und Ressourcenschutz in der Fertigung. Klaus Grohe leitete das mittlerweile weltweit erfolgreiche Unternehmen 33 Jahre lang und stand von 2008 bis 2015 dem Hansgrohe Aufsichtsrat vor. Heute ist er dessen Ehrenvorsitzender.

Zwei Söhne von Klaus Grohe setzten die Familientradition operativ fort und trugen maßgeblich zum globalen Unternehmenserfolg des süddeutschen Brausenpioniers bei. Richard Grohe (*1965) war von 2008 bis 2016 Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands sowie Leiter der Marke hansgrohe, die er mit zahlreichen Innovationen weiter zu einem weltbekannten Premiumlabel ausbaute. Sein Bruder Philippe Grohe (*1967) leitete von 2001 bis 2016 die Designmarke AXOR und sorgte für deren internationalen Durchbruch, indem er auf die Zusammenarbeit mit namhaften Designern setzte.

Mit Leidenschaft fürs Wasser in die Zukunft

Klaus Grohes Sohn Pierre Nikolas Grohe (*1975) ist seit 2015 Mitglied im Aufsichtsrat. Gemeinsam mit ihm lenken heute folgende Personen die Firmengeschicke: Hansgrohe Aufsichtsrat und Vorstand.

Mittlerweile beschäftigt der Bad- und Sanitärspezialist Hansgrohe über 3.800 Mitarbeiter(innen) auf allen Kontinenten; rund 60 Prozent von ihnen arbeiten in Deutschland. Die Leidenschaft für das Lebenselixier Wasser treibt die Belegschaft auch heute noch Tag für Tag an. Im Schwarzwaldstädtchen Schiltach wird die Badgeschichte fortgeschrieben: Hansgrohe in Daten und Fakten.

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