Andreas Fath schwimmt

Von den Schweizer Alpen bis zur Nordsee: Im Sommer 2014 schwamm Andreas Fath längs (!) durch den Rhein. Für die Umwelt, für die Wissenschaft, für seine Studenten, für sich. ©HFU

Andreas Fath schwimmt. Und forscht.

1.231.000 Meter Rhein-Marathon für den Gewässerschutz

Die Hochschule Furtwangen (HFU) verband im Sommer 2014 Extremsport, wissenschaftliche Forschung und Umweltschutz. Unter dem Titel Rheines Wasser durchschwamm der promovierte Chemiker und Langstreckenschwimmer Andreas Fath (49) erfolgreich den Rhein – von der Quelle bis zur Mündung. Während der vierwöchigen Aktion untersuchten Professor Dr. Fath und die HFU die Wasserqualität des Rheins auf über 1.231 Flusskilometern.

Die Hansgrohe SE unterstützte das spektakuläre Sport-Event als Hauptsponsor, handelte es sich doch um eine Initiative, die auf die Dringlichkeit des Gewässerschutzes hinwies. In Schiltach verfolgte man das einzigartige Projekt mit Spannung. Nicht zuletzt, weil es sich bei Andreas Fath um den ehemaligen Chefchemiker des Unternehmens handelt. Dessen Element ist seit jeher das Wasser: Fath schwimmt seit über 40 Jahren leistungsmäßig. Fast genauso so lange trägt er nun den Spitznamen Cello. Beim Wechsel zu einem neuen Schwimmverein in Heidelberg wurde er seinen Mitschwimmern im Scherz als Marcello Guarducci - so der Name eines erfolgreichen Schwimmers und Olympiateilnehmers aus Italien - angekündigt, weil sich beide frappierend ähnlich sehen. Damit hatte er zunächst den Spitznamen "Marcello" weg, der dann bald zu "Cello" verkürzt wurde.

Flussvermessung unter wissenschaftlichen Fragestellungen

2011 wechselte Fath, der mit Frau und drei Söhnen im badischen Haslach wohnt, an die HFU. Dort lehrt und forscht er als Professor für Physikalische Chemie und Analytik mit dem Schwerpunkt Umwelttechnik. Beim Rhein-Schwimmen (28. Juli bis 24. August 2014) entnahm er jeden Tag Flusswasserproben, die er zum Beispiel auf Industriechemikalien, Hormone, Antidepressiva, Antibiotika, Drogen, Krankheitserreger und Mikroplastik analysierte.

Ein interdisziplinäres Projektteam von rund 20 Leuten unterstützte ihn dabei. Es bestand aus Studenten, Wasserexperten diverser Forschungseinrichtungen und Unternehmen mit Schwerpunkt Analyse und Messtechnik – zum Beispiel dem Technologiezentrum Wasser, der Universität Bayreuth oder der Schweizer eawag. Erste Forschungsergebnisse lagen schon während des Rhein-Schwimmens vor. Die ausführlichen Resultate präsentierte der Chemie-Professor auf dem Hansgrohe Wassersymposium, das im November 2014 zum siebten Mal in Schiltach stattfand.

Umweltschonendes Verfahren: 90 Prozent weniger PFT im Galvanikwasser

Um den Gewässerschutz machte sich Andreas Fath schon als Hansgrohe-Chefchemiker verdient. Für seine Pionierarbeit bei einem elektrochemischen Verfahren zum Abbau von Fluortensiden im Galvanikwasser wurde er 2010 mit dem UMSICHT-Wissenschaftspreis der Fraunhofer Gesellschaft ausgezeichnet. Der Preis geht jährlich an innovative Projekte von hohem wissenschaftlichen Niveau in der Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik. Dank einer speziellen Filtertechnologie gelingt es Hansgrohe seither, schadstoffhaltige PFT (perfluorierte organische Tenside) im Galvanikwasser um 90 Prozent zu reduzieren.

Andreas Fath nimmt Wasserprobe

Was schwimmt alles im Rhein? Andreas Fath nimmt eine Flusswasserprobe. ©HFU

Rheines Wasser – Meisterleistung für den Naturschutz

Bilder

©Hochschule Furtwangen

  • Andreas Fath, Schwimmanzug
  • Andreas Fath schwimmt
  • Andreas Fath, Mess-Station
  • Andreas Fath fährt Rad
  • Andreas Fath beim Arzt
  • Andreas Fath experimentiert

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