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Hansgrohe AG
Hansgrohe AG

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Vorträge und Workshops

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Das Element Wasser

Prof. Hermann Weingärtner, Universität Bochum

Ohne Wasser kein Leben, eine an sich banale Tatsache. Doch wie lässt sich dieser Umstand wissenschaftlich erklären? Wie und warum konnte sich Leben auf der Erde nur im und mit Wasser entstehen? Leicht verständlich erläutert Prof. Dr. Hermann Weingärtner die komplexen Vorgänge und die Eigentümlichkeiten des Elements Wasser.

Prof. Dr. Hermann Weingärtner ist Inhaber des Lehrstuhls für Physikalische Chemie an der Universität Bochum und leitet die Arbeitsgruppe "Physikalische Chemie der Flüssigkeiten".

Dr. Joan Davis, Aquatics Research, Wallisellen (CH),

Einige lebenswichtige Verhaltenseigenschaften des Wassers gelten noch immer als rätselhaft. Zwar sind sie nachweisbar, entziehen sich aber einer schlüssigen Erklärung. Ein wichtiges Beispiel ist die Fähigkeit des Wassers, auf subtile Einflüsse (z.B. Mondphasen und Sonnenfleckenaktivität) zu reagieren. Wasser kann dadurch als Empfänger und Vermittler von natürlichen 'Signalen' fungieren, und eine Takt gebende Rolle für biologische Prozesse spielen. Der Vortrag widmet sich den Reaktionen des Wassers auf unterschiedliche physikalische Einflüsse, ihren Auswirkungen und der Bedeutung für Lebewesen.

Dr. Joan Davis war lange Jahre in der Forschung an der Eawag (Wasserforschungs-Institut des ETH-Bereichs, der Eigenössischen Technischen Hochschule Zürich) und in der Lehre an mehreren Universitäten der Schweiz und Deutschland tätig.

Wasserpraxis 1 (Workshops zur Auswahl)

Jörg Schauberger, PKS-Institut (Schauberger-Forschung), Bad Ischl (A)

Wasser ist weitaus mehr als die einfache Formel H2O ausdrückt. Einer der ersten, die dies erkannt haben, war der österreichische Naturforscher Viktor Schauberger (1885 - 1958). Er beobachtete, dass sich Wasser nicht nur chemisch beeinflussen lässt, sondern auch auf physikalische Einflüsse reagiert. Viktor Schauberger gilt als Pionier der nicht-chemischen Wasserbehandlung, viele der modernen Wasserbelebungsmethoden gehen auf seine Erkenntnisse zurück.

Der Referent Jörg Schauberger ist Naturwissenschafter: als Enkel des Wasserforschers widmet er sich in dritter Generation dem Wesen des Wassers. Er wird mit erstaunlichen Voraussagen seines Großvaters aufwarten und faszinierende Einblicke in das Mysterium Wasser bieten.

Weitere Informationen zur Schauberger Forschung

Markus Wöhrle, Hansgrohe AG, Schiltach

Wasserstrahl ist nicht gleich Wasserstrahl. Diese Erfahrung hat jeder schon gemacht, der unter einer nadelstichartigen, verkalkten Brause stand. Die Hansgrohe Strahlforschung befasst sich seit Jahren mit der Kunst, das Wasser in Duschköpfen zu angenehm sanften oder kräftig massierenden Strahlen zu formen. Dabei stehen nicht nur technische Berechnungen und mathematische Formeln im Vordergrund: Es wird getestet und getüftelt, ausprobiert und vor allem gefühlt.

Markus Wöhrle, Leiter des Hansgrohe Strahllabors, und sein Team geben spannende und überraschende Einblicke in ihre tägliche Forschungsarbeit rund um das Wassererlebnis im Badezimmer.

 

Prof. Dr. med. Karl-Ludwig Resch, Deutsches Institut für Gesundheitsforschung, Bad Elster

Wasser ist die Quelle des Lebens, das weiß jeder. Aber Wasser als Heilmittel, ist das mehr als ein Slogan? Menschen kennen seit urdenklichen Zeiten die heilsamen Kräfte des Wassers. In allen Kulturen wurde Wasser zur Linderung und Heilung eingesetzt. Über bekannte Protagonisten wie Vincenz Prießnitz und Sebastian Kneipp fand die „Hydrotherapie“ (Wasserkur) Eingang in die moderne Medizin. Und bis heute gibt es keinen Stoff, der so viele unterschiedliche, die Gesundheit befördernde Eigenschaften hätte wie das Wasser. Wer sie kennt, kann sie nutzen. Überall, denn Wasser gibt es überall.

Prof. Dr. med. Karl-Ludwig Resch ist Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Gesundheitsforschung gGmbH.

Mythos Wasser (Workshops zur Auswahl)

Dr. Matthias Blum, Freie Universität Berlin

Vom „blauen Gold“ sprechen wir heute - „Das beste ist das Wasser“, schrieb einst Pindar (518-446 v. Chr.) aus Theben im fünften vorchristlichen Jahrhundert. Als Element des Lebens hat Wasser für die Entwicklung von Kulturen eine ganz besondere Bedeutung. Der Vortrag soll nicht nur einen Einblick geben in den kulturellen Reichtum von Wassermythen, Wasserbildern und Wassersymbolen, sondern auch die zivilisationshistorischen Leistungen aufzeigen, die für das Trinken und Baden erbracht wurden. Mit Recht stellt sich die Frage, ob es überhaupt irgendetwas gibt, das nicht materiell oder symbolisch, direkt oder indirekt mit Wasser zu tun hat.

Dr. Matthias Blum ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Katholische Theologie, an der Freien Universität Berlin.

 

Klaus Kramer, Aichhalden

In allen Kulturen und Religionen spielte die Verehrung des Wassers als Sitz der Götter und Ursprung allen Seins eine zentrale Rolle. Klaus Kramer folgt in seinem Vortrag den Spuren der Wasserverehrung und weist an Hand von Texten und Bildmaterial nach, dass die alten Wasserkulte vielfach bis in die heutige Zeit Bedeutung haben. Zugleich möchte er anregen darüber nachzudenken, ob das Wasser nicht auch für uns heute mehr sein sollte, als eine seelenlose, gedankenlos nutzbare technische Ressource.

Der Fotograf und Autor Klaus Kramer ist Kurator des Hansgrohe Museums „Wasser – Bad – Design“.

Karin R’hila, Düsseldorf

Entwicklung und Heilung von Menschen und Orten ist das Thema der Düsseldorferin, das sie in kreativer Lebens- und Unternehmensberatung und sozialkünstlerischen Aktionen umsetzt. Sie sieht sich insofern in der Tradition einer (Stadt)schamanin, als sie Ungleichgewicht aufspürt, um – gemeinsam oder allein – Ausgleich zu schaffen und Balance wieder herzustellen. So auch in diesem - eigens für das Unternehmen Hansgrohe, den Ort Schiltach und den Fluss Kinzig konzipierten - Dankesritual für das Wasser – einer gemeinsamen Aktion mit den Gästen des ersten deutschen Wassersymposiums. Vor das gemeinsame Erleben setzt sie das Wort, um Verstand und Geist abzuholen, weckt „das innere Kind“ und bringt die Kreativität mit ins Spiel, um so möglichst alle mitzunehmen zu einem, von ihr so benannten, Ritual für die Jetzt-Zeit.

Karin R’hila ist Dipl.-Designerin und Kommunikationskünstlerin. Ihre Agentur „Für Menschen und Orte hat ihren Sitz in Düsseldorf.

 

Die Ressource Wasser

Dr. Klaus Lanz, International Water Affairs, Evilard (CH)

Über 1,2 Milliarden Menschen haben heute keinen Zugang zu genießbarem Trinkwasser. Sauberes Wasser droht durch Klimawandel und falsche Bewirtschaftung noch knapper zu werden. Kritisch sind vor allem die Versorgung mit Trinkwasser und die Abwasserbeseitigung in Megastädten mit über zehn Millionen Einwohnern. Hier ist der bloße Transfer moderner Wassertechnologien aus den Industrieländern ungeeignet. Die Lösungsansätze müssen das regionale Klimageschehen ebenso berücksichtigen wie kulturelle Eigenheiten der lokalen Bevölkerung, und sie müssen bezahlbar sein. Zugleich bedrohen Landwirtschaft und Industrie, Wasserkraftwerke und Bergbau vielerorts die Wasservorräte, und der Klimawandel wird den globalen Wasserstress weiter erhöhen. Welche Auswirkungen haben die exzessive Bewässerungslandwirtschaft, der Klimawandel und die industrielle Wasserverwendung auf den globalen Wasserhaushalt? Wie wird die Menschheit am Ende des 21. Jahrhunderts mit Wasser umgehen? Dr. Klaus Lanz beleuchtet in seinem Vortrag die globalen Wasserprobleme und zeigt Lösungsansätze auf.

Dr. Klaus Lanz, Chemiker und Umweltwissenschaftler, Gründer des unabhängigen Forschungsinstituts International Water Affairs, berät Umwelt- und Verbraucherorganisationen, Universitäten und Fachbehörden. Von 1988 bis 1992 war er Kampagnenleiter Wasser bei Greenpeace Deutschland in Hamburg. Seine Arbeitsschwerpunkte sind: internationale Wasserpolitik, Nutzungskonflikte, nachhaltige Wasser- und Abwasserkonzepte, Privatisierung, Klimawandel und Wasserkreislauf, Wasserkultur.

Michael Windfuhr, Brot für die Welt, Stuttgart

Die globale Wasserkrise steht im Mittelpunkt des Vortrags von Michael Windfuhr. Sein Blick zielt hauptsächlich auf die Erfahrungen von Partnerorganisationen von Brot für die Welt hinsichtlich wasserbezogener Probleme in Afrika. In einem zweiten Schritt wird die Bedeutung der verschiedenen Problembereiche besonders für arme Bevölkerungsgruppen in Ländern des Südens systematisiert. Dabei wird deutlich, dass staatliche Wasserpolitik wesentlich für die alltäglichen Wasserprobleme vieler Menschen verantwortlich ist. Brot für die Welt setzt sich seit gut fünf Jahren intensiv für die Anerkennung des Menschenrechts auf  Wasser sowie die Stärkung des Instrumentariums der Umsetzung dieses Rechtes ein. Im Vortrag soll deshalb der derzeitige Stand der Debatte um das Recht auf Wasser zusammengefasst werden und die Bedeutung und die Grenzen eines Menschenrechtsansatzes für den Umgang mit wasserbezogenen Problemen darstellt werden.

Der Politologe Michael Windfuhr ist seit 2006 Leiter des Teams Menschrechte bei Brot für die Welt. Davor war er Generalsekretär bei FIAN-International (FoodFirst Information and Action Network) einer international tätigen Menschenrechtsorganisation.

Wasserpraxis 2 (Workshops zur Auswahl)

Ernst Ulrich Tillmanns, 4a Architekten, Stuttgart

Bauen am Wasser, Bauen im Wasser, Bauen mit Wasser. Gebautes in Verbindung mit Wasser hat die Menschen schon seit jeher fasziniert und bewegt. Nach einer kurzen Einführung stellt Ernst Ulrich Tillmanns anhand von Bäderprojekten des Architekturbüros 4a Gebautes und Gedachtes vor. Mit welchen konzeptionellen Ansätzen lassen sich die Besonderheiten von Bauaufgabe und Ort herausarbeiten und das Gebäude zu einem Unikat werden? Der besondere Schwerpunkt liegt dabei auf dem Aspekt Wasser und Atmosphäre.

Ernst Ulrich Tillmanns ist Gründungspartner des Architekturbüros 4a Architekten in Stuttgart. Ein Schwerpunkt der Arbeit von 4a ist die Auseinandersetzung mit der öffentlichen Badekultur in Europa, aber auch in Russland und Südkorea. Projekte: Bodensee Therme (Konstanz), Else-Club (Moskau), TuWass Freizeit- und Thermalbad (Tuttlingen)

weitere Informationen zum Architekturbüro 4a

 

Günther Lehmann, Hansgrohe Technisches Servicecenter

130 Liter Trinkwasser verbraucht jeder Deutsche täglich im Schnitt. Hierzulande herrscht zwar keine Wasserknappheit, doch ein bewusster Umgang mit Wasser lohnt sich allemal. Wie sich Wasser- und damit auch die Energiekosten im Haushalt sinnvoll senken lassen, erläutert Günther Lehmann, aus dem Hansgrohe Technisches Servicecenter.

Thomas Kipp, Obmann der Flößer in Schiltach

Wasser und Holz, zwei Elemente, die für die Flößerstadt Schiltach von großer Bedeutung waren und sind. Seit dem 14. Jahrhundert nutzten Flößer die Gewässer des oberen Kinzigtals als Transportmittel. Das Holz wurde über den Rhein bis nach Holland verflößt. Im 15. und 16. Jahrhundert erlebte der lukrative Holzexport seine Blütezeit. 1894 fuhr das letzte Floß von Schiltach die Kinzig hinab. Der Beruf der Flößer schien in Vergessenheit zu geraten. Hundert Jahre später jedoch, ließ eine neu gegründete Gruppe die Tradition der Flößer wieder aufleben.

Thomas Kipp, Obmann der Schiltach Flößer, erzählt in seinem Vortrag mehr über die Geschichte der Flößerei und ihrer leidenschaftlichen Verbindung zu Wasser und Holz. Die Teilnahme an diesem Workshop umfasst auch den Besuch des Schiltacher Flößermuseums in der Schüttesäge.

weitere Informationen zu den Schiltacher Flößern